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Pflanzenportrait

Adenium obesum

Unsere Sukkulente des Monats März ist Adenium obesum. Eine ganz besondere Sukkulente, denn sie hat einen verdickten Stamm, der auch Caudex genannt wird. Obwohl sie eine Wüstenpflanze ist, blüht sie im Frühjahr und Sommer und bildet dann wunderschöne Blüten die je nach Sorte verschiedene Farben haben. Die Wüstenrose ist ein echter Überlebenskünstler, denn sie kann in ihrer natürlichen Umgebung bis zu 100 Jahre alt werden.

Aussehen und Blüten

Obwohl Adenium obesum, dank ihres dicken Stamms, wie ein kleiner Baum aussehen, gehören sie zu den Strauchgewächsen. Sie haben einen giftigen Milchsaft in ihrem Stamm, und allen Pflanzenteilen der bei einer Verletzung austritt und sie gegen Fressfeinde schützen soll. Sie gehören zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Der Caudex der Pflanze kann in Natur bis zu 4 Meter hoch werden und dient der Sukkulente als Wasserspeicher. Sie gehören also zu den stammsukkulenten Exemplaren. In Kultur ist die Pflanze deutlich kleiner und wächst auch nur sehr langsam, weshalb sie dort nie solche Größenformate erreicht.

Die Blüten der Adenium obesum sind weiß, rosa, rot oder violett und sind meist innen hell und werden am Rand etwas dunkler. Die Blütezeit liegt zwischen April und Juni. Um ihre Blüten bilden zu können, musst Du sie im Winter an einen kälteren Ort mit 12 bis 15 Grad Celsius stehen. Wenn sie an einem wärmeren Ort überwintert, kann es sein, dass sie keine Blüten oder nur wenige bildet.

Namensgebung und Herkunft

Adenium obesum ist besser bekannt unter ihrem deutschen Namen Wüstenrose, den sie vermutlich wegen ihrer Herkunft und ihrer schönen Blüten bekommen hat. Adenium obesum wurde 1775 zum ersten Mal vom finnischen Botaniker Peter Forsskål beschrieben. Ursprünglich kommt sie aus steinigen und sandigen Gebieten Südarabiens und Mittelafrikas und bevorzugt das dortige semiaride Klima. Mittlerweile ist sie auch in Südostasien sehr verbreitet.

Veredelte Wüstenrosen

Im Handel gibt es häufig sogenannte veredelte oder gepfropfte Versionen der Wüstenrose. Dabei werden die Blätter und Blüten der Sukkulente auf einen Stamm der eng verwandten Oleander Pflanze transplantiert. Dadurch verliert die Wüstenrose zwar ihren typischen dicken Stamm, aber sie ist dann leichter zu pflegen und wächst etwas schneller. Die originale Version des Adenium obesum wird oft auch wurzelechte Adenium genannt, um sie von einer veredelten Version unterscheiden zu können. Wenn Du im Handel erkennen willst, um welche Version es sich handelt, schau Dir am besten den Stamm an. Eine wurzelechte Adenium hat den typischen verdickten Caudex, wohingegen die veredelte Version einen eher schmalen Stamm hat.

Schwierigkeitsgrad 3½/5

Die Pfelge der Wüstenrose ist nicht ohne Tücken. Gerade beim Gießen ist sie relativ sensibel. Zu viel Wasser und sie können faulen, zu wenig Wasser und sie verlieren ihre Blätter und möglicherweise auch Knospen.

Bewässerung

Wie so oft bei den Sukkulenten sollte auch die Wüstenrose lieber zu wenig als zu viel gegossen werden. Sie speichert Wasser in ihrem verdickten Stamm, kann also gut eine Weile ohne Wasser auskommen. Im Sommer während sie Laub trägt mag sie es trotzdem durchdringend feucht. Zwischen den Wassergaben trocknen lassen. Bekommen die Laubblätter trockene Ränder benötigt sie eher mehr Wasser. Werden die Blätter auf ein Mal komplett gelb und fallen ab eher weniger (Gilt nicht direkt vor der Ruhephase – dort ist es normal, dass sie Laub verliert) Im Winter ist sie in der Ruhephase und Du solltest sie dann sehr weniger gießen und eher trocken halten.

Substrat

Das Substrat muss durchlässig und locker sein, damit das Gießwasser ablaufen kann und keine Staunässe entsteht. Staunässe ist sehr schädlich für die Sukkulente, da sie schnell zu Wurzelfäulnis führt, die für die Wüstenrose tödlich enden kann. Ein Tipp: Mische Erde 80:20 mit Sand, Bims, Kokosfasern, kleinen Holzstücken wie Pinienride oder Perlite, das hilft dabei, die Erde zu lockern. Eine humose Mischung mit mineralischen Anteilen.

Überwinterung

Die Wüstenrose verträgt, aufgrund ihrer Herkunft, gar keinen Frost. Bei der Überwinterung eignet sich ein Standort mit 12 bis 15 Grad Celsius am besten. Durch die kühlere Überwinterung geht die Sukkulente in ihre Ruhephase. Diese braucht sie, um im Sommer dann wieder Blüten bilden zu können. In ihrer Ruhephase verliert sie oft einen Großteil ihres Laubs.

Düngen

Düngen solltest du Adenim obesum nur während ihrer Wachstums- und Blütezeit. Dann kannst du sie alle 3 Wochen mit Kakteen- oder Sukkulentendünger versorgen. In der Ruhephase im Winter braucht sie keinen Dünger.

Schädlinge

Sie wird selten von Schädlingen und Krankheiten befallen, es können aber manchmal Spinnmilben oder Schild- und Wollläuse vorkommen. Spinnmilben sind ganz kleine braune oder orangefarbene Tiere, die den Pflanzensaft der Sukkulenten aussaugen. Das führt dazu, dass die Pflanze austrocknet. Man erkennt sie an ihren weißen Gespinsten, die leicht Spinnweben ähneln. Oder an braunen Flecken auf den Blättern – den Einstichpunkten aus denen die Schädlinge den Pflanzensaft trinken. Um sich vor Spinnmilden zu schützen, ist eine gute Durchlüftung wichtig.

Schild- und Wollläuse sitzen meist an der Unterseite der Blätter und saugen ebenfalls den Pflanzensaft. Diesen scheiden sie dann als einen klebrigen Honigtau wieder aus. Falls ein Befall bei deiner Sukkulente auftritt, entferne sie am besten sofort von deinen anderen Pflanzen und behandle den Befall mit Hausmitteln oder systemisch.

Vermehrung

Adenium obesum kann durch Stecklinge oder Aussaat vermehrt werden. Die Stecklingsvermehrung empfehlen wir ungeduldigen Pflanzenfreunden, da Adenium sehr langsam wachsen und Du mit Samen deswegen sehr geduldig sein musst. Allerdings wird der Caudex bei Samen umso schöner – auch desto langsamer die Pflanze wächst. Achtung nur bei der Blütenfarbe, bei Saatgut kann sie von der Mutterpflanze abweichen.

Fotos: Canva Pro

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