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Crassula / Pflanzenportrait

Crassula ‚Buddha’s Temple‘ – alle Informationen und Tipps für die richtige Pflege

Crassula `Buddha´s Temple´ ist ein absolut prächtiges Schmuckstück unter den Sukkulenten. Durch ihr sehr langsames Wachstum kann sie leicht in jeder Sammlung untergebracht werden, auch wenn wenig Platz zur Verfügung steht. Welche*r Sukkulenten Liebhaber*in oder in einer Stadtwohnung wohnender Mensch kennt dieses Problem nicht? Genau für euch ist Crassula ‚Buddha’s Temple‘ nochmal wertvoller.

Die kompakte, quadratische Säule mit dicht aufeinanderfolgenden, nach oben geschwungenen Blättern erinnert sehr an das Dach einer chinesischen Pagode. Diese Tempel dienten ursprünglich dazu, Überreste erleuchteter buddhistischer Mönche aufzubewahren.

Ab circa 15 cm Höhe, beginnt diese Sukkulente sich zu verzweigen. Junge Triebe kommen aus den Spalten der übereinanderliegenden Blätter. Die einzelnen Blätter sind Silbrig-grau bis grau-grün mit rotbraunen Spitzen. In der Sonne verfärben sich die Blätter leicht rötlich. Ihre weiße, pulvrige Oberfläche schützt sie vor starker Sonneneinstrahlung und hilft der Sukkulente, Feuchtigkeit zu bewahren. Die Blätter sind sehr dickfleischig, denn sie speichern Wasser. Sie besitzen die Form eines breiten Herzens, dessen Spitze nach oben geschwungen ist. Sie sind sehr dicht gestapelt, jedes Blatt überlappt etwas. Die quadratischen Säulen sind in etwa 4 cm breit. Auf Dauer wachsen sie, wenn sie nicht gestützt werden, kriechend.

Herkunft

Crassula ‚Buddha’s Temple‘ ist eine wunderbare Hybride aus Crassula pyramidalis und Crassula perfoliata v. falcata. Sie wurde von Myron Kimnach 1959 gezüchtet. Deshalb ist sie auch unter dem Synonymen Crassula Kimnachi  und Crassula Cultivars deceptor kimnachii bekannt.

Ein Elternteil von Buddha’s Temple: Crassula pyramidalis

Crassula ‚Buddha’s Temple f. Hexagon

Ab und an finden wir eine Crassula ‚Buddha’s Temple‘ mit drei Kanten statt die klassichen vier! Wer unsere Einzelstücke – unsere monatliche Auswahl an besonderne Pflanzen – gut im Blick behält kann unter Umständen ein Exemplar erhalten.

Pflege

Schwierigkeitsgrad: 3/5

Um eine schöne Wuchsform zu erhalten, sollte man sie langsam wachsen lassen – dabei allerdings wiederrum nicht zu trocken halten, denn dann trocknen die untersten Blätter früher als nötig ein.

Standort

Die Art benötigt für ihr kompaktes Wachstum einen vollsonnigen und luftigen Standort. Aber auch ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung ist sehr gut. Sofern es die Witterung zulässt, kannst du die Sukkulente gerne schon ab April, regengeschützt, ins Freie bringen. Bei voller Sonneneinstrahlung verfärben sich die Pflanzen meist etwas rötlich, das ist nicht schlimm, sondern gehört zu ihrem natürlichen Aussehen.

Substrat

Als Substrat verwendest du am liebsten eine gut durchlässige Mischung aus Kakteenerde und mineralischen Bestandteilen, wie Bims, Vermiculite oder Kies. Die mineralischen Bestandteile sorgen dafür, dass das Wasser gut durch den Boden laufen kann. Das ist wichtig, damit keine Staunässe entsteht. Das vertragen Sukkulenten sehr schlecht, nutze deshalb auch einen Topf mit Drainageloch.

Bewässerung

Sukkulenten müssen nur mäßig gegossen werden, da sie Wasser speichern. Ein häufiges Problem ist, dass sie zu viel Wassser bekommen und dann faulen. Gieße also lieber einmal zu wenig als einmal zu viel. Ab Mai beginnt die Hauptwachstumsphase, dann kannst du regelmäßig, aber sparsam gießen – nicht in die Rosetten, es kommt dort leicht zu Fäulnis.

Weitere detailliert beschriebene Informationen zum Thema Sukkulenten gießen findest du auch in unserem eBook: Sukkulenten richtig gießen.

Dünger

Crassula `Buddha´s Temple´ muss nur zurückhaltend gedüngt werden. Eine kleine Menge Kakteen- und Sukkulentendünger etwa alle vier Wochen reicht aus. Außerdem solltest du nur in der Wachstumsphase düngen, in der Ruhephase oder direkt nach dem Umtopfen in frisches Substrat brauchen Sukkulenten keinen Dünger.

Überwinterung

Überwintert werden, sollte die Crassula bei etwa 10°C bis 14°C, so hell wie möglich. Ab Oktober wird das Gießen reduziert, ab Mitte November die Pflanzen fast völlig trocken gehalten – sofern eine kühle Überwinterung möglich ist. Bei wärmerer Überwinterung muss ab und zu ein Schluck Wasser gegeben werden. Allerdings verlieren derart überwinterte Pflanzen nicht selten ihre kompakte Form, sind anfälliger für Schmier- und Wollläuse und bilden häufig keine Blüten, da sie ihren natürlichen Vegetationszyklus bei warmen Temperaturen nicht einhalten können.

Schädlinge

Diese Sukkulente des Monats ist nicht besonders anfällig für Schädlinge, kann aber gelegentlich von Wollläusen befallen werden. Die Läuse kannst du gut an ihrem weißen Gespinst identifizieren. Sie ernähren sich vom Pflanzensaft und nehmen ihr vor allem Feuchtigkeit und Nährstoffe. Eine befallene Pflanze sollte von anderen ferngehalten werden und behandelt werden.

Vermehrung

Crassula `Buddha´s Temple´ Kopfstecklinge und Kindel vermehrt werden. Stecklinge und Kindel sollten vorzugsweise in der Wachstumsphase und am besten mit einem scharfen und sauberen Messer von der Mutterpflanze getrennt werden. Nach einer Trocknungsphase, in der sich die Schnittwunde schließt, können die Stecklinge in Substrat gesteckt werden. Dann dauert es einige Wochen, bis Wurzeln gebildet werden.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Dank seiner wunderschön architektonischen geometrischen Form und der wunderbar grünen Farbe schätze ich diese Sukkulente sehr. Auch für kleine Foto- Experimente ist sie wunderbar geeignet. Eins meiner absoluten Lieblingsbilder: Crassula ‚Buddha’s Temple‘ bearbeitet mit der PRISMA- App die sich eine Zeitlang von der Sukkulentenbegeisterten Instagram Community  gerne benutzt wurde.


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