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Pflege / Vermehrung

Blattstecklinge – Sukkulenten vermehren Schritt für Schritt

Jeder der schon einmal Blattstecklinge gemacht hat weiß, dass es ein langwieriger Prozess ist. Wir reden hier von mindestens mehreren Monaten, bis zu einer schönen Pflanze auch eher 1-2 Jahren. Da ich nicht die geduldigste Person der Welt bin, eher sehr ungeduldig, habe ich beschlossen (Instagram- Inspiration sei Dank), etwas spannendes daraus zu machen. Ein Blattstecklings- Mandala. Die Blätter in einem Muster arrangieren, das dann zur lebendigen Kunst wird. Ich freue mich darauf, einige Tipps und Tricks zu teilen und hoffe, dass du dadurch inspiriert wirst, dein eigenes zu erstellen!

Was Du benötigst:

  • Blattstecklinge – einen ganzen Haufen
  • Etwas, in das Gepflanzt werden kann: eine Aussaatkiste, ein Tablett, eine Schüssel, eine Servierplatte, eine Kuchenform, ein Ton- Pflanzenuntersetzer – im Grunde alles, was groß und robust genug ist, damit man das Substrat und die Stecklinge hinein bekommt. Es muss nicht tief sein.
  • Substrat – unsere Empfehlung 50:50 Sukkulentensubstrat und Kakteenerde
  • Sprühflasche und Gießkanne (für später)

Schritt 1: Blattstecklinge "ernten"

Blattstecklinge produzieren ist ziemlich einfach. Man sucht sich eine Pflanze aus von der man Blattstecklinge machen will. Möglich sind: Echeverien, Pachyphytum, Sedum, Graptopetalum, Kalanchoe, Crassula – jeweils mit Ausnahmen – und bestimmt noch einige mehr. 

Vorsichtig das zu entfernende Blatt vor und zurück drehen und dabei leicht nach unten ziehen, dann sollte es abschnappen. Achte darauf, dass das Blatt in seiner Gesamtheit entfert wird, wenn es reißt oder ein Teil auf dem Stamm bleibt, wird es nichts. Abenfalls sollte man schauen, dass auch der Stamm nicht zu sehr verletzt wird.

Wenn du eine Sukkulente hast, die „strabelig“ geworden sind, ist dies der perfekte Zeitpunkt, die unteren Blätter zu entfernen! Und oben wird ein Kopfsteckling daraus.

Nach dem Entfernen der Blätter sollte ihnen ein paar Tage zum Trocknen geben damit die Bruchstelle trocknet und keine Keine in die Wunde gelangen können. Ich warte normalerweise ungefähr 2-3 Tage.

Schritt 2: Das ausgesuchte Gefäß mit Substrat füllen

Egal was für ein Gefäß man verwendet – dies sollte 2- 3cm mit Substrat gefüllt werden können.

Schritt 3: Arrangiere dein Blattstecklings- Mandala

Jetzt der lustige Teil! Sortiert man die Blätter davor schon nach Farbe und/ oder Größe, macht es dies einfacher, das Mandala zu erstellen. Ordne deine Blätter kreisförmig und symmetrisch an, in Blumenformen, oval, in verschiedenen kleinen Kreisen… Die Möglichkeiten sind endlos, lasse deine Kreativität fließen!

Schritt 4: Bewässere deine Stecklinge

Der einfachste Weg das Blattstecklings- Mandala zu bewässern ist mit einer Sprühflasche. Im Gegensatz zu ausgewachsenen Sukkulenten, die ja schon Wurzeln besitzen, geht es bei den Blattsteklingen darum, dass sie nicht zu viel Wasser verdunsten. Ansonsten trocknet das Blatt einfach aus. Das Besprühen sollte täglich erfolgen. Gib den Blattstecklingen einfach einige schöne Spritzer. Stelle sicher, dass das Substrat nicht zu nass wird, besonders wenn das Mandala in einem Gefäß ohne Wasserabzug wohnt.

Sobald die Blattstecklinge Wurzeln bilden sollten diese leicht mit Erde bedeckt werden damit sie nicht austrocknen. Dazu kann man das Blatt gegebenenfalls auch leicht schräg in die Erde stecken.

Wenn die Sukkulenten einige Wurzeln besitzen, niemals gießen, wenn das Substrat nicht vollständig von der vorherigen Bewässerung getrocknet ist.

Schritt 5: Warten

Lehn dich zurück und genieße dein Blattstecklings- Mandala! Es kann Monate dauern, bis an deinen Blättern Babys wachsen. Manche produzieren zuerst nur Wurzeln, manche nur Babys. Und es werden nie alle etwas. Aber so oder so, zumindest hast du etwas Hübsches zu sehen, während du wartest.

Umtopfen empfehlen wir ab dem Moment, in dem die Babys der Blattstecklinge aneinander stoßen. Sonst wachsen sie ohne Licht von der Seite gesteckt aneinander hoch. Davor sollte jede ihren eigenen Topf bekommen.

Tipps:

  • Platziere das fertige Mandala an einem hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Wenn du auf dem ersten Blick nicht viel Fortschritt siehst, geduldig bleiben. Einige Blätter wie zb. Pachyphytum ‚Gluteniocaule‘ sprießen normalerweise innerhalb einer Woche, andere wie die von Echeveria laui oder Echeveria ‚Galaxy Mars‘ können bis zu einem Monat oder länger dauern.
  • Wenn der Blattsteckling anfängt: durchsichtig zu werden, sich breiartig anfühlt oder schrumpelt und austrocknet, wirf ihn weg. Bereite dich auf etwas Verlust vor. Nicht alle Blätter werden es schaffen, aber wenn du die Dinge richtig angehst, solltest du nur ein paar verlieren.
  • Dies ist eine wirklich gute Aktivität, um Kinder einzubeziehen! Eine kleinere Tortenform ist die perfekte Größe für ein Kind, um ein eigenes Mandala zu kreieren.
  • Frühjahr und Sommer sind die Besten Zeitpunkte für Blattstecklinge und Vermehrung im Allgemeinen!
  • Es kann auch Spaß machen, verschiedene Elemente einzubauen. Ich habe in meinen Mandalas schon Muscheln, Kristalle und verschiedene Steine ​​verwendet.

3 Comments

  • hamburg.planten
    15. Dezember 2019 at 17:49

    Hi Maria,

    das sind wirklich tolle Tipps. Ich werde sie sicher bald ausprobieren und mich mehr im Bereich der Sukkulenten versuchen! Vielen Dank für eure tolle Inspiration und die anschaulichen Bilder 🙂

    Liebe Grüße

    Reply
  • Esra
    3. Mai 2021 at 2:33

    Wann genau darf ich die baby Stecklinge einpflanzen, wie groß müssen die Baby Stecklinge dafür sein?
    Einige von den Blattstecklingen haben größere Wurzeln als die anderen, wie soll ich dann gießen?

    Reply
    • Maria
      21. Juni 2021 at 17:59

      Hallo Esra, wir bedecken sobald sie Wurzeln haben diese einfach mit Erde. Du kannst entweder mehrere in einen Topf machen oder für jede einen einzelnen Topf nehmen. Sobald das Blatt angewachsen ist siehtst du auch welche wie viel Wasser aufgenommen haben – da kann man eventuell auch punktuell gießen wenn welche weiter sind als Andere. Gerade in kleinen Töpfen und Schalen/Behältern trocknet die Erde ja auch immer wieder schnell aus 🙂

      Reply

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