Succulents for a sunny location
Graptopetalum filiferum - 8,5cm
Regular price 8,10 โฌUnit price- Regular price 20,60 โฌUnit price
Euphorbia ingens marmorata - 17cm
Regular price 53,80 โฌUnit price- Regular price 5,40 โฌUnit price
Echeveria agavoides Mars - 17cm
Regular price 38,60 โฌUnit priceCrassula lycopodioides - 5,5cm
Regular price 5,40 โฌUnit priceAloe rauhii Snowflake - 10,5cm
Regular price 12,30 โฌUnit price- Regular price 12,30 โฌUnit price
- Regular price 20,60 โฌUnit price
- Regular price 10,30 โฌUnit price
- Regular price 17,80 โฌUnit price
- Regular price 6,80 โฌUnit price
Echeveria Green Spoon - 10,5cm
Regular price 13,60 โฌUnit price- Regular price 17,80 โฌUnit price
Kalanchoe thyrsiflora Rainbow - 10,5cm
Regular price 15,10 โฌUnit pricex Cremnosedum Little Gem - 8,5cm
Regular price 9,50 โฌUnit price- Regular price 29,70 โฌUnit price
Kalanchoe hildebrandtii - 5,5cm
Regular price 5,80 โฌUnit price- Regular price 5,40 โฌUnit price
- Regular price 9,00 โฌUnit price
Aeonium domesticum f. variegata - 8,5cm
Regular price 10,90 โฌUnit price- Regular price 8,10 โฌUnit price
- Regular price 17,80 โฌUnit price
Monadenium stapelioides - 5,5cm
Regular price 6,30 โฌUnit price- Regular price 10,30 โฌUnit price
Echeveria cuspidata var. zaragoza Pink - 15cm
Regular price 23,40 โฌUnit price- Regular price 5,40 โฌUnit price
- Regular price 5,40 โฌUnit price
- Regular price 17,80 โฌUnit price
x Graptoveria Pink Donna - 13cm
Regular price 23,90 โฌUnit price- Regular price 21,90 โฌUnit price
- Regular price 5,40 โฌUnit price
- Regular price 15,10 โฌUnit price
- Regular price 10,90 โฌUnit price
- Regular price 9,50 โฌUnit price
- Regular price 13,60 โฌUnit price
- Regular price 9,50 โฌUnit price
Echeveria agavoides Romeo Celestia - 8,5cm
Regular price 20,60 โฌUnit pricex Pachyveria Asante Sana - 12cm
Regular price 13,60 โฌUnit priceCrassula pyramidalis compactum - 5,5cm
Regular price 10,90 โฌUnit price- Regular price 9,50 โฌUnit price
Aloinopsis schooneesii - 8,5cm
Regular price 17,80 โฌUnit price- Regular price 6,80 โฌUnit price
- Regular price 13,60 โฌUnit price
Echeveria Fantasia Carol - 5,5cm
Regular price 5,80 โฌUnit pricex Pachyveria scheideckeri - 6cm
Regular price 5,80 โฌUnit price- Regular price 32,90 โฌUnit price
- Regular price 20,60 โฌUnit price
- Regular price 5,80 โฌUnit price
Tylecodon buchholzianus - 5,5cm
Regular price 5,40 โฌUnit price
Euphorbia Steckbrief
Herkunft & natรผrlicher Lebensraum
Geographische Verbreitung
Die Gattung Euphorbia ist nahezu kosmopolitisch
verbreitet, doch das Zentrum der sukkulenten Artenvielfalt liegt eindeutig in
Afrika. Besonders artenreich sind die Kapprovinzen Sรผdafrikas, die
ostafrikanischen Hochlรคnder (Kenia, Tansania, รthiopien, Somalia), Madagaskar
und die Kanarischen Inseln. Weitere Verbreitungsschwerpunkte finden sich im
tropischen und subtropischen Asien (Indien, Sri Lanka, Sรผdostasien) sowie in
Nord- und Sรผdamerika (von Texas bis Brasilien). Die nicht-sukkulenten Arten
kommen auch in gemรครigten Zonen Europas vor โ einige heimische Wolfsmilcharten
wachsen sogar in Mitteleuropa.
Klima am Naturstandort
Die Klimaansprรผche variieren enorm. Die sukkulenten Arten
stammen รผberwiegend aus Gebieten mit ausgeprรคgten Trockenzeiten und saisonalen
Niederschlรคgen. In der sรผdafrikanischen Karoo herrschen sommerliche
Temperaturen von 30โ40 ยฐC bei winterlichen Nachtfrรถsten um den Gefrierpunkt.
Madagassische Arten erleben tropische Wรคrme mit klarer Trocken- und Regenzeit.
Kanarische Euphorbien stehen in einem milden, frostfreien, aber regenarmen
Klima. Gemeinsam ist den meisten sukkulenten Arten: Hohe Lichtintensitรคt, gute
Luftbewegung und ein saisonaler Wechsel zwischen Feucht- und Trockenphasen.
Hรถhenlagen und Substrate
Die Standorte reichen von Meeresniveau (Kรผstenwรผsten
Somalias) bis รผber 2.500 m Hรถhe (ostafrikanische Hochlandarten). Die Bรถden sind
fast immer mineralisch dominiert โ steinige, kiesige oder sandige Substrate mit
hervorragender Drainage. Typisch sind Quarzit-, Gneis- oder Kalksteinfelsen,
Lateritbรถden oder rein sandige Bรถden mit sehr geringem Humusanteil. Der pH-Wert
liegt meist im leicht sauren bis neutralen Bereich (pH 5,5โ7,5), selten leicht
alkalisch.
รkologische Anpassungsstrategien
Sukkulente Euphorbien haben eine beeindruckende Palette an
รberlebensstrategien entwickelt: Viele Arten betreiben CAM-Stoffwechsel
(Crassulacean Acid Metabolism), bei dem die Spaltรถffnungen nachts geรถffnet
werden, um Wasserverluste am Tag zu minimieren. Die dicken, wasserspeichernden
Stรคmme kรถnnen bei manchen Arten bis zu 90 % ihres Gewichts in Form von Wasser
einlagern. Der charakteristische Milchsaft (Latex) dient als Fraรschutz
โ er ist bei fast allen Arten toxisch und hautreizend. Viele Arten haben Dornen
oder dornig umgebildete Blรผtenstรคnde entwickelt. Geophytische Arten wie E.
knuthii ziehen ihren gesamten oberirdischen Teil bei Trockenheit ein und
รผberdauern als Caudex oder Knolle im Boden.
Vom Naturstandort zur Fensterbank
Das Wissen รผber den Naturstandort ist der Schlรผssel zur
erfolgreichen Kultur: Wer versteht, dass die meisten sukkulenten Euphorbien aus
Gebieten mit saisonaler Trockenheit und durchlรคssigen Mineralbรถden stammen,
weiร, warum stauende Nรคsse der hรคufigste Pflegefehler ist. Die hohe
Lichtintensitรคt am Naturstandort erklรคrt, warum ein helles Sรผdfenster oder
Freilandkultur im Sommer wichtig ist. Und die teils erheblichen
Tag-Nacht-Temperaturschwankungen zeigen, warum eine kรผhlere Winterruhe das
Wachstum und die Blรผhwilligkeit fรถrdert.
Merkmale & Erscheinungsbild
Wuchsformen
Die Formenvielfalt innerhalb der Gattung ist einzigartig in
der Pflanzenwelt. Man unterscheidet grob folgende Wuchstypen bei den
sukkulenten Vertretern:
Kugelfรถrmig/zylindrisch: Kompakte, kugel- bis
walzenfรถrmige Kรถrper, oft mit Rippen oder Warzen besetzt (z. B. E. obesa,
E. meloformis). Diese Formen erinnern stark an Kakteen.
Medusoid: Ein kurzer, knolliger Zentralkรถrper, aus
dem zahlreiche schlangenartige Triebe strahlenfรถrmig wachsen โ wie das Haupt
der Medusa (z. B. E. caput-medusae, E. flanaganii).
Sรคulig/kandelaberartig: Aufrecht wachsende, oft
mehrrippige Stรคmme, die sich an den Spitzen verzweigen und so kandelaberartige
Kronen bilden (z. B. E. trigona, E. abyssinica, E. ingens).
Strauchig: Verzweigte Strรคucher mit dickfleischigen
oder dรผnnen Trieben (z. B. E. tirucalli, E. milii).
Caudexbildend/geophytisch: Mit verdicktem Stamm- oder
Wurzelkรถrper (Caudex), der als Wasserspeicher dient. Manche Arten ziehen die
oberirdischen Teile komplett ein (z. B. E. knuthii, E. stellata).
Blattmorphologie
Die Blรคtter sukkulenter Euphorbien sind extrem variabel.
Viele Arten haben die Blรคtter stark reduziert oder ganz aufgegeben โ die
Photosynthese รผbernimmt dann der grรผne Stamm. Wo Blรคtter vorhanden sind,
reichen sie von winzigen Schuppenblรคttern (E. trigona) รผber
lanzettliche, dickfleischige Blรคtter (E. milii) bis hin zu groรen,
auffรคlligen Blรคttern (E. viguieri, E. leuconeura). Behaarung ist
selten, kommt aber bei einigen madagassischen Arten vor. Die Blattfarbe reicht
von frischem Grรผn รผber Blaugrรผn bis Graugrรผn; einige Arten zeigen rรถtliche oder
violette Tรถne unter Lichtstress.
Farbspektrum und Stressfรคrbung
Die Grundfarbe der meisten sukkulenten Euphorbien ist ein
Grรผn in verschiedenen Tรถnungen. Unter Einfluss von intensivem Licht, Kรคlte oder
Trockenheitsstress kรถnnen viele Arten rรถtliche, purpurfarbene oder brรคunliche
Tรถnungen entwickeln. Besonders spektakulรคr ist dies bei E. trigona
'Rubra', deren Triebe sich in voller Sonne tief purpurrot fรคrben, oder bei E.
tirucalli 'Sticks on Fire', deren Triebspitzen orange bis korallenrot
leuchten.
Blรผte und Cyathium
Die Blรผten der Euphorbien sind einzigartig im Pflanzenreich:
Sie bilden sogenannte Cyathien โ becherfรถrmige Strukturen, die eine
stark reduzierte weibliche Blรผte (nur ein Stempel) und mehrere mรคnnliche Blรผten
(jeweils nur ein Staubblatt) vereinen. Diese Cyathien tragen hรคufig auffรคllige
Nektardrรผsen am Rand, die Bestรคuber anlocken. Was bei Arten wie E. milii
wie โBlรผtenblรคtter" aussieht, sind in Wirklichkeit farbige Hochblรคtter
(Cyathophyllen), die die winzigen eigentlichen Blรผten umgeben. Die Blรผtezeit in
Kultur liegt bei den meisten Arten im Frรผhjahr bis Frรผhsommer. Die Farben der
Hochblรคtter reichen von Weiร รผber Gelb, Orange und Rosa bis hin zu tiefem Rot.
Wurzelsystem
Das Wurzelsystem spiegelt den Lebensraum wider: Viele Arten
haben faserige, relativ flache Wurzeln, die nach Regenschauern schnell Wasser
aufnehmen kรถnnen. Geophytische Arten bilden dicke, rรผbenfรถrmige Speicherwurzeln
oder knollige Caudices. Sรคulenfรถrmige Arten entwickeln bei entsprechender
Topfgrรถรe ein krรคftiges, verzweigtes Wurzelsystem.
Abgrenzung zu verwechselbaren Gattungen
Die hรคufigste Verwechslung besteht mit Kakteen
(Cactaceae). Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale:
Milchsaft: Euphorbien enthalten weiรen, giftigen
Milchsaft โ Kakteen nicht (mit sehr wenigen Ausnahmen).
Dornen vs. Areolen: Kakteendornen entspringen immer
aus Areolen (spezialisierten Knospen). Euphorbiendornen sind umgewandelte
Nebenblรคtter oder Blรผtenstรคnde und sitzen direkt auf der Oberflรคche โ ohne
Areolen.
Blรผten: Kakteen haben typischerweise groรe,
auffรคllige Einzelblรผten mit vielen Blรผtenblรคttern. Euphorbienblรผten sind in
Cyathien organisiert und winzig klein.
Weitere verwechselbare Gattungen sind Monadenium, Synadenium
und Pedilanthus, die nach aktueller Taxonomie jedoch alle in Euphorbia
eingegliedert wurden.
Beliebte Arten & Sorten
Einsteigerfreundlich
Euphorbia trigona A.Haw. โ Dreikantige Wolfsmilch
Ein aufrecht wachsender, sรคulenfรถrmiger Sukkulent mit dreikantigen,
dunkelgrรผnen Stรคmmen, die im Alter bis 1,5 m (in Kultur) erreichen. Kleine,
spatelfรถrmige Blรคtter erscheinen an den Rippenkanten. Ideal fรผr Anfรคnger, da
รคuรerst robust, tolerant gegenรผber Pflegefehlern und schnellwรผchsig. Der
populรคre Kultivar 'Rubra' (auch 'Royal Red') besticht durch tiefrot bis purpurn
gefรคrbte Triebe.
Euphorbia milii Des Moul. โ Christusdorn Ein
dorniger, halbsukkulenter Strauch mit leuchtend farbigen Hochblรคttern (rot,
rosa, gelb, weiร) und fast ganzjรคhriger Blรผte. Erreicht in Kultur 30โ60 cm.
Einer der dankbarsten Blรผher unter den Sukkulenten, blรผht auch bei weniger
idealen Bedingungen zuverlรคssig. Zahlreiche Hybridformen, besonders die โThai
Giants" mit deutlich grรถรeren Hochblรคttern, sind sehr beliebt.
Euphorbia leuconeura Boiss. โ Spuckpalme,
Madagaskarjuwel Eine aufrecht wachsende Art aus Madagaskar mit attraktiven,
dunkelgrรผnen Blรคttern und weiรen Blattnerven. Erreicht 40โ80 cm. Pflegeleicht
und besonders interessant durch ihre ballistische Samenverbreitung โ die reifen
Kapseln schleudern die Samen bis zu 2 m weit. Sรคt sich in der Sammlung oft von
selbst aus.
Dekorativ & beliebt
Euphorbia obesa Hook.f. โ Baseballpflanze Eine
kugelfรถrmige, rippige Art aus der sรผdafrikanischen Karoo, die mit ihrer fast
perfekten Kugelform und dem dekorativen Muster aus feinen Querstreifen
begeistert. Bleibt mit 6โ15 cm Durchmesser kompakt. Zweihรคusig โ es gibt
mรคnnliche und weibliche Pflanzen. Beliebtes Sammlerstรผck und aufgrund der
Vernichtung am Naturstandort artenschutzrechtlich relevant.
Euphorbia lactea Haw. โ Kammfรถrmige Wolfsmilch
Bekannt vor allem durch die cristaten (kammfรถrmig verwachsenen) Formen, die
hรคufig auf E. neriifolia-Unterlagen veredelt werden. Der Kultivar 'White
Ghost' ist eine fast chlorophyllfreie, gespenstisch weiรe Mutation, die zu den
begehrtesten Euphorbien im Handel gehรถrt. Die cristaten Formen werden auch als
โKorallenkaktus" vermarktet.
Euphorbia tirucalli L. โ Bleistiftstrauch, Pencil
Cactus Ein baumartig wachsender Sukkulent mit dรผnnen, bleistiftfรถrmigen,
grรผnen Trieben, die sich intensiv verzweigen. In der Natur bis 10 m hoch, in
Kultur meist 1โ2 m. Der Kultivar 'Sticks on Fire' zeigt im Winter und unter
Lichtstress spektakulรคre orange bis korallenrote Triebspitzen. Sehr
pflegeleicht, wรคchst rasch.
Raritรคten & Sammlerstรผcke
Euphorbia ambovombensis Rauh & Razaf. Eine
seltene, geophytische Art aus Sรผdmadagaskar mit einem unterirdischen Caudex und
einer Rosette aus lanzettlichen Blรคttern. Am Naturstandort vom Aussterben
bedroht (IUCN: Critically Endangered). In Kultur anspruchsvoll: braucht
durchlรคssigstes Substrat, sparsames Gieรen und absolute Staunรคssevermeidung.
Fรผr Spezialisten ein begehrtes Sammlerstรผck.
Euphorbia susannae Marloth โ Suzannes Euphorbie
Eine niedrige, medusoid wachsende Art mit einem kurzen, knolligen Zentralkรถrper
und zahlreichen kurzen, warzigen Trieben, die eine dichte Halbkugel von ca.
10โ15 cm Durchmesser bilden. Stammt aus der Kleinen Karoo Sรผdafrikas. Relativ
langsam wachsend, aber in Spezialistenkreisen wegen ihrer kompakten,
skulpturalen Form geschรคtzt. Bekannt ist auch die Hybride E. ร 'Suzannae-Marnierae'
(E. susannae ร E. bupleurifolia), die als โAnanas-Euphorbie"
gehandelt wird.
Pflege-Guide
Standort & Licht
Sukkulente Euphorbien sind Lichtpflanzen. Die meisten Arten
benรถtigen mindestens 4โ6 Stunden direkte Sonne pro Tag, idealerweise am
Sรผd- oder Sรผdwestfenster. Richtwert: 20.000โ50.000 Lux (direkte Fenstersonne
liefert ca. 30.000โ60.000 Lux, ein Nordfenster nur 2.000โ5.000 Lux).
Direktes Sonnenlicht wird von den meisten Arten gut
vertragen, allerdings sollte man im Frรผhjahr die Pflanzen nach der dunkleren
Winterphase รผber 1โ2 Wochen an die volle Sonne gewรถhnen, um Verbrennungen zu
vermeiden. Einige wenige Arten (z. B. E. leuconeura) bevorzugen helle,
aber eher indirekte Beleuchtung.
Im DACH-Raum ist Sommerfreilandkultur ab Mitte Mai
(nach den Eisheiligen) sehr empfehlenswert โ am besten an einem sonnigen,
regengeschรผtzten Platz auf Balkon oder Terrasse. Die natรผrliche UV-Strahlung
fรถrdert kompakten Wuchs und Stressfรคrbung.
Anzeichen von Lichtmangel: Vergeilen (unnatรผrlich
schmale, gestreckte Triebe), blassgrรผne Fรคrbung, Neigung zur Seite
(Phototropismus). Anzeichen von Sonnenbrand: Weiรliche bis brรคunliche,
trockene Flecken auf der Sonnenseite, meist nach plรถtzlicher Umstellung.
Gieรen
Das Gieรen ist der kritischste Pflegefaktor โ mehr
Euphorbien sterben an รberwรคsserung als an jedem anderen Problem.
Frรผhjahr/Sommer (aktive Wachstumsphase, MรคrzโSeptember):
Durchdringend gieรen, wenn das Substrat vollstรคndig durchgetrocknet ist. Je
nach Temperatur und Substrat bedeutet das etwa alle 7โ14 Tage. Faustregel:
Lieber einen Tag zu spรคt als einen Tag zu frรผh gieรen.
Herbst (OktoberโNovember): Gieรintervalle deutlich
verlรคngern, etwa alle 3โ4 Wochen.
Winter (DezemberโFebruar): Bei kรผhler รberwinterung
(10โ15 ยฐC) praktisch gar nicht gieรen oder nur minimal alle 4โ6 Wochen, um ein
vollstรคndiges Austrocknen der Feinwurzeln zu verhindern. Bei warmer
รberwinterung (รผber 18 ยฐC) etwas hรคufiger, aber stets sehr zurรผckhaltend.
Methode: Am besten von oben durchdringend gieรen, bis
Wasser aus dem Abzugsloch lรคuft, dann รผberschรผssiges Wasser nach 15 Minuten
wegschรผtten. Alternativ kurzes Tauchbad (5โ10 Minuten). Vermeiden, Wasser in
Blattrosetten oder zwischen eng stehende Triebe laufen zu lassen.
Wasserqualitรคt: Normales Leitungswasser ist fรผr die
meisten Arten geeignet. Sehr kalkhaltiges Wasser kann langfristig das Substrat
aufkalken โ bei empfindlichen Arten besser Regenwasser oder abgestandenes
Wasser verwenden.
Typische Fehler: Zu hรคufiges Gieรen in kleinen Mengen
(hรคlt das Substrat dauerfeucht), Untertopf mit stehendem Wasser, Gieรen in der
Winterruhe bei gleichzeitig kalten Temperaturen.
Substrat
Das Substrat muss vor allem eines: hervorragend
drainieren. Stauende Nรคsse ist der sichere Tod fรผr die meisten sukkulenten
Euphorbien.
Empfohlene Mischung: 60โ70 % mineralische Komponenten
(Bims, Lavagranulat, Zeolith oder grober Perlite, Kรถrnung 2โ6 mm) und 30โ40 %
organische Komponenten (Kokossubstrat, torffreie Sukkulentenerde oder feine
Pinienrinde).
Fรผr besonders fรคulnisempfindliche Arten (z. B. E. obesa,
geophytische Arten) kann der Mineralanteil auf 80โ90 % erhรถht werden.
Drainage: Ein Abzugsloch im Topf ist zwingend
erforderlich. Optional eine Drainageschicht aus grobem Blรคhton oder Bims am
Topfboden.
pH-Bereich: Leicht sauer bis neutral, ideal pH
5,5โ7,0.
Temperatur & รberwinterung
Sommer: Optimale Wachstumstemperaturen liegen bei
20โ30 ยฐC. Die meisten Arten vertragen problemlos Temperaturen bis 38โ40 ยฐC,
sofern die Durchlรผftung stimmt.
Winter: Eine kรผhle Winterruhe bei 10โ15 ยฐC
(nicht unter 5 ยฐC) ist fรผr die meisten Arten ideal und fรถrdert kompakten Wuchs
sowie die Blรผtenbildung im folgenden Frรผhjahr. Tropische Arten wie E. milii
bevorzugen eine wรคrmere รberwinterung bei 15โ18 ยฐC.
Minimale Toleranztemperatur: Fรผr die meisten
sukkulenten Euphorbien liegt die absolute Untergrenze bei 5 ยฐC โ dann
allerdings bei vollstรคndiger Trockenheit. Einige wenige Arten (z. B. E.
myrsinites, E. rigida) sind in milden Lagen des DACH-Raums bedingt
winterhart (bis ca. โ10 ยฐC), gehรถren aber nicht zu den typischen
Zimmerkultur-Sukkulenten.
Winterhรคrte im DACH-Raum: Freilandkultur รผber den
Winter ist fรผr sukkulente Euphorbien grundsรคtzlich nicht mรถglich
(Ausnahme: wenige nicht-sukkulente, krautige Arten). Alle sukkulenten Arten
mรผssen frostfrei รผberwintert werden.
Dรผngen
Euphorbien sind keine Starkzehrer. Zu viel Dรผnger schadet
mehr als zu wenig.
Dรผngertyp: Flรผssiger Kakteen- und Sukkulentendรผnger
mit niedrigem Stickstoffanteil, z. B. NPK 3-4-5 oder 4-6-7. Der Kaliumanteil
sollte leicht erhรถht sein (fรถrdert Festigkeit und Blรผtenbildung).
Zeitraum und Hรคufigkeit: Nur in der Wachstumsphase
von April bis September dรผngen. Alle 4โ6 Wochen in halber
Herstellerkonzentration. Im Winter nicht dรผngen.
รberdรผngung erkennen: Unnatรผrlich schnelles, weiches
Wachstum, Salzverkrustungen auf der Substratoberflรคche, braune Wurzelspitzen.
Bei Verdacht: Substrat grรผndlich durchspรผlen oder umtopfen.
Umtopfen
Bester Zeitpunkt: Frรผhjahr (MรคrzโMai), zu Beginn der
neuen Wachstumsphase.
Intervall: Alle 2โ3 Jahre, oder wenn die Pflanze den
Topf offensichtlich durchwurzelt hat. Langsamwachsende Kugelformen kรถnnen auch
4โ5 Jahre im selben Topf bleiben.
Schritt-fรผr-Schritt-Vorgehen:
- Pflanze
vor dem Umtopfen einige Tage trocken stehen lassen. - Vorsichtig
aus dem alten Topf lรถsen โ Handschuhe tragen wegen des Milchsaftes! - Altes
Substrat vorsichtig aus den Wurzeln schรผtteln, beschรคdigte oder faulige
Wurzeln sauber abschneiden. - Schnittstellen
2โ3 Tage antrocknen lassen (bei Stammstecklingen entsprechend lรคnger). - In
frisches Substrat setzen, Pflanze dabei so tief wie zuvor pflanzen. - Erst
nach 5โ7 Tagen erstmals gieรen, damit eventuelle Wundstellen abheilen
kรถnnen.
Topfmaterial: Tontรถpfe (Terrakotta) sind ideal, da
sie รผberschรผssige Feuchtigkeit รผber die Wรคnde abgeben. Plastiktรถpfe
funktionieren ebenfalls, erfordern aber vorsichtigeres Gieรen. Der Topf sollte
nur wenig grรถรer als der Wurzelballen sein โ zu viel ungenutztes Substrat
bleibt zu lange feucht.
6. Vermehrung
Kopf- und Stammstecklinge
Die gรคngigste Methode fรผr strauchige und sรคulige Arten (E.
trigona, E. tirucalli, E. milii u. a.).
- Im
Frรผhjahr oder Frรผhsommer einen Trieb mit einem scharfen, sauberen Messer
abtrennen. - Sofort
den Milchsaftfluss stoppen: Schnittstelle kurz in lauwarmes Wasser
tauchen oder mit Holzkohlepulver bestreuen. Handschuhe und Augenschutz
tragen! - Steckling
an einem schattigen, luftigen Ort 5โ14 Tage antrocknen lassen, bis sich
eine feste Kallusschicht gebildet hat. Je dicker der Schnitt, desto lรคnger
die Trocknungszeit. - In
leicht angefeuchtetes, mineralisches Substrat (z. B. reiner Bims oder
Perlite) stecken. - An
einen hellen, warmen Platz (20โ25 ยฐC) stellen, aber nicht in die pralle
Sonne. - Erst
nach 2โ3 Wochen vorsichtig angieรen, wenn sich erste Wurzeln gebildet
haben.
Erfolgsrate: Hoch (80โ95 %). Beste Jahreszeit:
MaiโJuli. Typische Fehler: Zu kurze Trocknungszeit (fรผhrt zu Fรคulnis),
zu feuchtes Substrat, sofortiges Gieรen nach dem Stecken.
Kindel und Ableger
Manche Arten bilden Seitentriebe oder Basalsprosse, die sich
leicht abtrennen lassen (z. B. E. mammillaris, E. horrida).
- Seitentrieb
mรถglichst nah an der Basis mit einem sauberen Schnitt abtrennen. - Schnittstelle
wie bei Stecklingen behandeln (Milchsaft stoppen, antrocknen lassen). - Nach
Kallusbildung in mineralisches Substrat setzen. - Bewurzelungsdauer:
2โ4 Wochen.
Erfolgsrate: Sehr hoch (90 %+).
Aussaat
Relevant fรผr kugelfรถrmige Arten (E. obesa, E.
meloformis) und geophytische Arten, die sich nicht vegetativ vermehren
lassen.
- Frisches
Saatgut verwenden โ die Keimfรคhigkeit von Euphorbia-Samen nimmt rasch ab. - Auf
feuchtes, mineralisches Substrat (feiner Bims/Perlite-Mix) auflegen โ Lichtkeimer,
nicht mit Substrat bedecken. - Abdecken
(Klarsichtfolie, Minigewรคchshaus) fรผr hohe Luftfeuchtigkeit. - Keimtemperatur:
22โ28 ยฐC, idealerweise mit Tag-Nacht-Schwankung. - Keimung
nach 1โ4 Wochen (je nach Art und Frische des Saatguts). - Nach
dem Keimen langsam an niedrigere Luftfeuchtigkeit gewรถhnen. - Sรคmlinge
wachsen im ersten Jahr sehr langsam โ Geduld ist gefragt.
Erfolgsrate: Mittel (40โ70 %, stark abhรคngig von
Saatgutqualitรคt). Beste Jahreszeit: Frรผhjahr. Typischer Fehler:
Altes Saatgut verwenden, zu nass halten, Keimlinge der prallen Sonne aussetzen.
Teilung (Caudexbildende Arten)
Bei manchen Arten mit verzweigtem Caudex oder Cluster-Wuchs
ist Teilung mรถglich, aber heikel. Nur empfehlenswert bei erfahrenen Sammlern
und wenn die Pflanze groร genug ist. Schnittstellen mรผssen besonders sorgfรคltig
abtrocknen (mindestens 1โ2 Wochen).
Krankheiten & Schรคdlinge
Wurzel- und Stammfรคule
Symptome: Weicher, breiiger Stamm oder Wurzelbasis,
brรคunlich-schwarze Verfรคrbung, unangenehmer Geruch, Pflanze kippt um. Ursache:
Staunรคsse, zu hรคufiges Gieรen, zu organisches Substrat, Gieรen bei kalten
Temperaturen. Gegenmaรnahme: Befallene Teile groรzรผgig bis ins gesunde
Gewebe wegschneiden. Schnittflรคche mit Holzkohle oder Schwefel behandeln,
mehrere Tage abtrocknen lassen, in frisches, trockenes Substrat umsetzen. Erst
nach 1โ2 Wochen vorsichtig angieรen. Vorbeugung: Durchlรคssiges Substrat,
maรvolles Gieรen, Winterruhe trocken halten.
Wolllรคuse (Schmierlรคuse)
Symptome: Weiรe, watteรคhnliche Belรคge in
Blattachseln, an Triebspitzen oder zwischen Rippen. Klebrige Ausscheidungen
(Honigtau). Ursache: Trockene, warme Luft im Winter, geschwรคchte
Pflanzen, Neubefall durch Zukaufpflanzen. Gegenmaรnahme: Einzelne Tiere
mit einem in Alkohol (Isopropanol) getrรคnkten Wattestรคbchen entfernen. Bei
starkem Befall systemische Insektizide auf Basis von Acetamiprid oder
Neem-Prรคparate einsetzen. Behandlung nach 10โ14 Tagen wiederholen. Vorbeugung:
Neue Pflanzen in Quarantรคne stellen, regelmรครig kontrollieren, fรผr gute
Luftzirkulation sorgen.
Wurzelwolllรคuse
Symptome: Pflanze kรผmmert trotz guter Pflege, beim
Austopfen weiรe, wattige Belรคge an den Wurzeln sichtbar. Ursache: Befall
durch Wurzelschmierlรคuse, oft unbemerkt eingeschleppt. Gegenmaรnahme:
Wurzeln grรผndlich reinigen, in frisches Substrat umtopfen, systemisches
Insektizid als Gieรbehandlung verabreichen. Vorbeugung: Substrat von
Neuzugรคngen kritisch prรผfen, ggf. prophylaktisch mit Neem-Lรถsung gieรen.
Spinnmilben
Symptome: Feine helle Sprenkelung auf den Blรคttern
oder der Stammoberflรคche, bei starkem Befall feine Gespinste. Ursache:
Zu trockene und warme Luft, besonders an Heizungsstandorten im Winter. Gegenmaรnahme:
Pflanze grรผndlich abduschen (bei Arten mit Blรคttern). Akarizide oder Raubmilben
einsetzen. Luftfeuchtigkeit temporรคr erhรถhen. Vorbeugung: Nicht direkt
รผber der Heizung aufstellen, gelegentlich Blรคtter besprรผhen (bei
Blatt-tragenden Arten).
Sonnenbrand
Symptome: Weiรe bis brรคunliche, trockene,
eingesunkene Flecken, typischerweise auf der dem Licht zugewandten Seite. Ursache:
Plรถtzliche Umstellung von dunkel auf volle Sonne, typisch im Frรผhjahr. Gegenmaรnahme:
Pflanze an schattigeren Platz stellen. Geschรคdigtes Gewebe vernarbt mit der
Zeit, regeneriert sich aber nicht. Vorbeugung: Nach dem Winter รผber 1โ2
Wochen schrittweise an direkte Sonne gewรถhnen.
FAQ โ Hรคufig gestellte Fragen
Ist Euphorbia giftig fรผr Katzen und Hunde? Ja, alle
Euphorbien enthalten giftigen Milchsaft (Latex), der bei Hautkontakt Reizungen
und bei Verschlucken รbelkeit, Erbrechen und Durchfall auslรถsen kann. Der
Kontakt mit den Augen kann zu schweren Reizungen fรผhren. Euphorbien sollten
auรerhalb der Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern stehen.
Wie schnell wรคchst eine Euphorbia? Das hรคngt stark
von der Art ab. Schnellwachsende Arten wie E. trigona oder E.
tirucalli kรถnnen pro Jahr 20โ40 cm zulegen. Kugelfรถrmige Arten wie E.
obesa wachsen dagegen nur wenige Millimeter pro Jahr. Geophytische
Raritรคten sind ebenfalls sehr langsam.
Kann ich meine Euphorbia im Sommer nach drauรen stellen?
Unbedingt! Die Sommerfreilandkultur ab Mitte Mai ist im DACH-Raum sehr
empfehlenswert. Ein sonniger, regengeschรผtzter Platz (z. B. รผberdachte Terrasse
oder Balkon unter einem Dachvorsprung) ist ideal. Vor dem ersten Frost
(spรคtestens Ende September) wieder ins Haus holen.
Warum wird meine Euphorbia weich und matschig? Der
hรคufigste Grund ist Wurzelfรคule durch รberwรคsserung. Sofort aus dem Topf
nehmen, faulige Wurzeln und Stammteile wegschneiden, abtrocknen lassen und in
frisches, trockenes Substrat umsetzen. Weniger gieรen und fรผr bessere Drainage
sorgen.
Kann ich eine abgebrochene Euphorbia retten? In den
meisten Fรคllen ja. Den abgebrochenen Teil als Steckling verwenden:
Milchsaftfluss stoppen, 5โ14 Tage antrocknen lassen, dann in mineralisches
Substrat stecken. Auch der Stumpf treibt bei vielen Arten neu aus.
Was mache ich, wenn ich Milchsaft auf die Haut bekomme?
Sofort grรผndlich mit Wasser und Seife abwaschen. Bei Augenkontakt mindestens 15
Minuten mit klarem Wasser spรผlen und รคrztliche Hilfe aufsuchen. Beim Arbeiten
mit Euphorbien immer Handschuhe tragen.
Muss ich meine Euphorbia im Winter weniger gieรen?
Ja, deutlich weniger. Die meisten sukkulenten Euphorbien brauchen eine trockene
Winterruhe. Bei kรผhler รberwinterung (10โ15 ยฐC) reicht es, alle 4โ6 Wochen
minimal zu wรคssern, damit die Feinwurzeln nicht komplett absterben. Bei warmer
รberwinterung etwas hรคufiger, aber immer sehr zurรผckhaltend.
Warum blรผht meine Euphorbia nicht? Die hรคufigsten
Grรผnde sind zu wenig Licht und eine fehlende kรผhle Winterruhe. Viele Arten
benรถtigen den Kรคltereiz, um Blรผtenknospen anzulegen. Auรerdem brauchen manche
Arten (z. B. E. obesa) ein gewisses Alter und Grรถรe, bevor sie blรผhfรคhig
sind.
Wissenswertes & Kurioses
Etymologie
Der Gattungsname Euphorbia geht auf Euphorbos
zurรผck, den griechischen Leibarzt des numidischen Kรถnigs Juba II. (52โ50 v.
Chr. bis ca. 23 n. Chr.). Juba benannte eine kaktusรคhnliche Wolfsmilchpflanze
nach seinem Arzt, der sie als starkes Abfรผhrmittel verwendete. Carl Linnaeus
รผbernahm 1753 den Namen fรผr die gesamte Gattung in seinem Werk Species
Plantarum. Der deutsche Name โWolfsmilch" bezieht sich auf den
giftigen Milchsaft: Im Mittelalter glaubte man, dass Wรถlfe damit vergiftet
werden kรถnnten.
Taxonomie und aktuelle Umgruppierungen
Molekulargenetische Studien haben die Gattung Euphorbia
in vier Untergattungen gegliedert: Chamaesyce, Esula, Athymalus
und Euphorbia. Dabei wurden mehrere ehemals eigenstรคndige Gattungen
vollstรคndig in Euphorbia integriert, darunter Monadenium, Synadenium,
Endadenium, Pedilanthus und Elaeophorbia. Fรผr Sammler
bedeutet das, dass in รคlteren Bรผchern und auf Etiketten noch die alten
Gattungsnamen zu finden sind โ beispielsweise ist Monadenium lugardiae
heute korrekt Euphorbia lugardiae.
Konvergente Evolution โ das Kaktus-Missverstรคndnis
Einer der faszinierendsten Aspekte der Gattung ist die konvergente
Evolution mit den Kakteen. Obwohl Euphorbien und Kakteen nicht nรคher
miteinander verwandt sind (sie gehรถren zu vรถllig verschiedenen
Pflanzenfamilien), haben sie unter รคhnlichem Selektionsdruck verblรผffend
รคhnliche Kรถrperformen entwickelt โ sรคulenfรถrmig, kugelfรถrmig, mit Dornen
bewehrt. Dies ist eines der eindrucksvollsten Beispiele fรผr konvergente
Evolution im Pflanzenreich.
Biologische Besonderheiten und Rekorde
Die Gattung hรคlt mehrere botanische Rekorde: Sie ist eine
der artenreichsten Gattungen der Blรผtenpflanzen weltweit und besitzt eine der
grรถรten Spannweiten an Chromosomenzahlen im gesamten Pflanzenreich. Die
Cyathien-Blรผtenstruktur ist einzigartig โ sie kommt in keiner anderen
Pflanzengattung vor. Der Milchsaft einiger Arten enthรคlt Diterpene, die in der
medizinischen Forschung untersucht werden โ so wird der Wirkstoff
Ingenolmebutat aus E. peplus zur Behandlung aktinischer Keratosen
(Vorstufen von Hautkrebs) eingesetzt.
Kulturelle Bedeutung
Euphorbia pulcherrima, der Weihnachtsstern, ist eine
der weltweit meistverkauften Zierpflanzen. In vielen Regionen Afrikas werden
baumfรถrmige Euphorbien als lebende Zรคune gepflanzt โ die dichten Stรคmme und der
giftige Milchsaft halten Vieh und ungebetene Besucher fern. In der
traditionellen chinesischen Medizin wird E. pekinensis (ๅคงๆ,
dร jว) als eines der 50
grundlegenden Heilkrรคuter gefรผhrt.
Natรผrliche Hybridisierung
In der Natur hybridisieren einige Euphorbia-Arten, besonders
dort, wo ihre Verbreitungsgebiete รผberlappen. In Kultur wird dies gezielt
genutzt: Besonders die Kreuzungen im Umfeld von E. obesa ร E.
meloformis (sogenannte โHybobesa") und E. susannae ร E.
bupleurifolia sind bei Sammlern beliebt und vereinen oft attraktive
Merkmale beider Elternarten.
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